"Alles ist ein Prototyp" – Förderturm auf dem UX-Day

Bereits zum 10. (oder 11. Mal – so genau wussten die Veranstalter das auch nicht mehr) fand vom 10.10 bis zum 12.10.2018 der UX-Day 2018 in Mannheim statt. Und dieses Jahr sollte auch Förderturm endlich mit dabei sein.

Pünktlich zur Warm-Up Party im inno.space trafen wir am Mittwoch Abend in Mannheim ein. Hier gab es zum Auftakt einen kleinen Einblick in die Werkstätten, in denen die Studenten verschiedene Projekte vom Prototypenbau mit Arduino, über Lasercutting Arbeiten bis hin zu 3D Drucken anfertigen können. Prof. Kirstin Kohler gab eine Einführung in das Thema und viele der Studierenden und Mitarbeiter standen für Fragen zur Verfügung.

Warm-Up Party im inno.space

Vorträge, Workshops, Austausch und verdammt leckeres Streetfood

Am nächsten Tag begann dann der eigentliche Teil der Konferenz. Die Kühlhaus AG in Kooperation mit der Hochschule Mannheim und der UIG (Usability in Germany) luden in die alte Feuerwache Mannheim. Christina Genther und Johanna Wobbe führten durch die Vorträge, welche schon im Vorfeld ein besonders breites Spektrum rund um Fragen zu Digitalisierung in allen Facetten und Formen versprachen.

Marketing, Design und Design Thinking, Technologien und Prototypen, User Experience und Usability, aber auch unternehmensinterne Strategien zu New-Work und Führung standen auf dem Programm. Und tatsächlich gaben die Vorträge, die meist nicht länger als 20 Minuten gingen und von denen leider immer zwei parallel liefen (da muss man schon mal Prioritäten setzen) einen tiefen Einblick in konkrete Projekte und Unternehmen. Dabei wurden Erfahrungen von Start-Up Gründern bis zu großen Konzernen weitergegeben und auch gerne mal über Fails und Stolperfallen gesprochen.

Nach jedem Vortrag gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren. Vor allem die lange Mittagspause mit einem hervorragenden Streetfood Angebot bot den perfekten Rahmen, um sich auszutauschen.

Neue Designer braucht das Land

Besonders eindrucksvoll war der Schlussvortrag von Dr. Marcus Trapp, vom Fraunhofer IESE, der deutlich machte, dass wir uns momentan in einer Zeit befinden, in der die Lücke zwischen dem was Software Technologien leisten können und den Anforderungen und Möglichkeiten, die wir derzeit an diese Technologien stellen, immer größer wird. Und zwar dahingehend, dass die Technologien bei weitem nicht so genutzt werden, wie sie es könnten.

Die Forderung nach einem digitalen Ökosystem und dem Aufbau und Stärkung des Profils „Digital Designer“ soll diese Lücke schließen. Der Vergleich mit einem Architekt, ohne den kein Bauvorhaben durchgeführt werden sollte und der als Vermittler zwischen Bauherren und Ingenieuren bzw. Handwerkern steht, zeigt deutlich, dass auch kein Digitalisierungsvorhaben ohne Digital Designer stattfinden sollte.

Profil des "Digital Designer"

Welche Aufgaben und Kompetenzen ein Digital Designer in Zukunft mitbringen sollte und wie diese aufgebaut und gefördert werden, dazu hat sich im Netz bereits eine Bewegung formiert. In Form des Digital-Design-Manifestes ist jeder, der mit den dort aufgestellten Ansätzen übereinstimmt, aufgerufen dies zu unterzeichnen. So können sich in Zukunft die damit verbundenen Berufsbildern in innovativer Form weiterentwickeln.

Ein Prozess, der auch bei Förderturm noch lange nicht abgeschlossen ist. Gemäß dem Grundsatz „Alles ist ein Prototyp“ hatten wir nach diesem inspirierenden Tag das kribbelnde Gefühl, noch tiefer eintauchen zu wollen, uns zu überdenken, auszuprobieren, weiter zu entwickeln, zu formen und wieder zu überdenken …

Alle Informationen zum UX-Day finden Sie hier
https://www.ux-day.de

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